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Mit 330,6 km/h hat der Auto-Tuner Brabus
jetzt auf der Hochgeschwindigkeits-Teststrecke im italienischen
Nardo einen neuen Weltrekord aufgestellt. Der auf 730 PS
gesteigerte Maybach 57 darf sich jetzt als schnellste und
exklusivste Ultra-Luxuslimousine der Welt bezeichnen. Damit
verbesserten die Ingenieure und Testfahrer des Veredlers aus
Bottrop ihre eigene Vorgabe aus dem Jahr 2005. Ebenfalls in Nardo
wurde damals ein Maybach 57 mit einem SV12-Biturbo-Triebwerk und
640 PS mit einer Geschwindigkeit von 314 km/h gemessen.
730 PS unter der Haube
Die SV12-S-Biturbo-Evolutionsstufe des 6,3-Liter-Hubraummotors
wurde ursprünglich für den Brabus Rocket entwickelt. Der
Viertürer, der auf Basis des Mercedes CLS entstand, stellte im
Oktober 2006 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 365,7 km/h
den weiterhin ungeschlagenen Weltrekord als schnellste
straßenzugelassene Limousine der Welt auf. Für den Leistungssprung von
den serienmäßigen 550 PS des aufgeladenen
Maybach-Zwölfzylindermotors auf 730 PS wurde das bewährte
Mittel der Hubraumerhöhung angewandt.
Hubraumerhöhung auf 6,3 Liter
Dafür entwickelten die Ingenieure eine Spezialkurbelwelle mit
längerem Hub sowie exakt ausgewuchtete Pleuel und Kolben mit
größerem Durchmesser. Simultan wurden die
Zylinderbohrungen vergrößert. Damit wuchs der Hubraum
von serienmäßigen 5,5 auf 6,3 Liter an. Zusätzlich
wurde das Innenleben des Triebwerks mit fein bearbeiteten
Zylinderköpfen und Spezialnockenwellen modifiziert. Die
Motorperipherie wurde mit einer
Hochleistungsturboanlage samt speziellen Krümmern, zwei
größeren Ladern und effizienteren Ladeluftkühlern
sowie einer Edelstahl-Auspuffanlage mit Metallkatalysatoren auf
mehr Leistung getrimmt.
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Drehmoment wird
begrenzt
Eine speziell programmierte Motorelektronik stimmt die Komponenten
aufeinander ab und garantiert auch die Einhaltung der strengen
Euro-IV-Abgasnorm, so Brabus. Gleichzeitig wird die
serienmäßige Abriegelung auf Tempo 250 km/h aufgehoben.
Das maximale Drehmoment von 1.320 Newtonmeter wird im Auto durch
die Motorelektronik auf 1.100 Newtonmeter begrenzt. Die enorme
Kraft des Biturbo-Motors wird über ein verstärktes
Fünfgang-Automatikgetriebe auf die Hinterräder
übertragen.
Spezielle 21-Zoll-Räder
Die Höchstgeschwindigkeit von 330,6 km/h stellt enorme
Anforderungen an die Bereifung. Deshalb entwickelten die
Fahrwerksingenieure speziell für den Maybach geschmiedete
Leichtmetallfelgen in 21 Zoll Durchmesser. Die polierten,
mehrteiligen Räder mit sechs Doppelspeichen füllen die
Radhäuser mit 275er-Reifen vorne und 315er-Bereifung hinten
gut aus. Um die aktive Sicherheit zu erhöhen, wurde ein
Luftfederungsmodul installiert, das den Maybach um etwa 15
Millimeter tiefer legt, den Fahrkomfort dabei aber nicht
beeinträchtigen soll.
Exklusives Lichtdesign
Äußerlich verändert Brabus den Maybach nicht nur
durch größere Räder und die Tieferlegung. Das
Gesicht der Limousine kann mit zwei Zusatzscheinwerfern aufgewertet
werden, die als Tagfahrlichter ausgelegt sind und in die
Serienfrontschürze integriert werden. Ein exklusives
Lichtdesign gibt es darüber hinaus für die Seitenpartien
und das Heck des Wagens: Über die Fernbedienung können in
die Karosserie integrierte LED-Leuchten aktiviert werden, die
den Boden seitlich und hinter der Luxuslimousine ausleuchten und
bei Dunkelheit helfen sollen, einen Tritt in eine Pfütze oder
ein Loch zu vermeiden. Die Heckpartie ist außerdem durch zwei
flache Endrohre gekennzeichnet.
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Edles Interieur
Für den Innenraum bietet der Veredler individuelle,
maßgeschneiderte Ausstattungsvarianten und
Multimedia-Technologien an. Der Besitzer der Luxuslimousine hat die
Wahl aus feinsten Leder- und Alcantara-Materialien in
unterschiedlichen Farbtönen und Designs. Die Lederpolsterung
des Bodens ist im Waffeldesign abgesteppt, die Bodenschoner sind
aus Lammfell gefertigt. Darüber hinaus konzipierten die
Entwickler zusätzliche Features für das
serienmäßige Entertainment-System des Maybach. Die in
die Rückseite der Vordersitze integrierten 16:9-Monitore sind
im Gegensatz zu den serienmäßigen 9-Zoll-Bildschirmen
auf 15,2 Zoll vergrößert. Ein 6-fach-DVD-Wechsler rundet
die Multimediaausstattung für den Luxusliner ab.
Business-Ausstattung
Auf Knopfdruck kann die Luxuslimousine in ein Business-Mobil
verwandelt werden: Auf den Bildschirmen erscheint dann die
PC-Oberfläche. Dafür kommt ein speziell für den
Einsatz im Auto entwickelter PC zum Einsatz. Via UMTS ist der
Computer mit dem Internet verbunden. Eine komfortable Bedienung
wird durch eine handliche Funktastatur und eine optische Funkmaus
sichergestellt. Über einen USB-2.0-Anschluss, der in die
Mittelkonsole integriert wurde, können externe Geräte wie
ein Drucker oder eine Digitalkamera angeschlossen werden. Um auch
außerhalb des Fahrzeugs online bleiben zu können, bauten
die Kommunikationstechniker ein Notebook in eine elektrisch
ausfahrbare Schublade im Kofferraum ein. Dieser Computer ist via
W-LAN mit dem PC-Netzwerk des Fahrzeugs verbunden.
Weitere Rekorde in Nardo
Die Hochgeschwindigkeitsstrecke im süditalienischen Nardo gilt
als einer der schnellsten Auto-Rundkurse weltweit und ist daher
für Hochgeschwindigkeitstests bei den Herstellern sehr
beliebt. Neben den Rekordfahrten mit dem Brabus Rocket und dem
Brabus E V12 Biturbo als schnellste Limousinen der Welt stellte
dort auch AC Schnitzer mit dem G 3.10 auf BMW 3er-Basis einen Weltrekord als schnellster
gasangetriebener PKW auf.
(mn)
beastlover
Mo, den 26. Nov 2007 08:41